Langhaarige Scottish Fold: Warum die Faltohren als Qualzucht gelten

Die langhaarige Scottish Fold wird je nach Zuchtverband auch als Scottish Fold Longhair oder Highland Fold bezeichnet. Ihr auffälligstes Merkmal sind nach vorn gefaltete Ohren, kombiniert mit einem dichten längeren Fell und einem rund wirkenden Kopf. Genau diese Ohrenform ist jedoch kein harmloses Schönheitsmerkmal: Sie entsteht durch eine genetische Veränderung, die den Knorpel im gesamten Körper betrifft und schmerzhafte Knochen- und Gelenkveränderungen verursachen kann.

Die Langhaarvariante trägt damit dasselbe gesundheitliche Grundproblem wie die kurzhaarige Scottish Fold. Das längere Fell verändert die genetische Ursache nicht. Tiere mit gefalteten Ohren tragen die entsprechende Variante im TRPV4-Gen und können eine Scottish-Fold-Osteochondrodysplasie entwickeln. Aus diesem Grund wird die gezielte Zucht auf Faltohren von Tierschutz- und Veterinärorganisationen als erhebliche Wohlfahrtsbelastung beurteilt und im deutschsprachigen Raum häufig unter dem Begriff Qualzucht diskutiert.

Highland Fold und Scottish Fold Longhair bezeichnen dieselbe Grundform

Die langhaarige Variante der Scottish Fold wird nicht überall gleich benannt. In einzelnen Zuchtverbänden und im Handel tauchen Bezeichnungen wie Highland Fold, Scottish Fold Longhair oder Longhair Fold auf.

Gemeinsam ist diesen Tieren die genetische Herkunft von der Scottish Fold. Der wesentliche Unterschied zur Kurzhaarvariante liegt in der Felllänge.

Das längere Fell kann durch Einkreuzungen und vorhandene Langhaar-Gene innerhalb der Zuchtlinien entstehen. Es verändert jedoch nicht den Mechanismus, der für die Faltohren verantwortlich ist.

Deshalb darf eine Highland Fold mit gefalteten Ohren gesundheitlich nicht als eigene, weniger belastete Langhaarrasse betrachtet werden. Entscheidend ist nicht die Felllänge, sondern die genetische Variante, die das Knorpel- und Knochenwachstum beeinflusst.

Die Faltohren entstehen durch einen Defekt der Knorpelentwicklung

Die charakteristischen Ohren werden häufig als besonders niedlich, rund oder eulenartig beschrieben. Biologisch entstehen sie jedoch deshalb, weil der Ohrknorpel nicht die normale Stabilität besitzt.

Die verantwortliche Veränderung betrifft das TRPV4-Gen. Dieses Gen spielt eine Rolle bei der Entwicklung von Knorpel und Knochen.

Die sichtbare Falte am Ohr ist deshalb lediglich das äussere Merkmal eines Vorgangs, der nicht auf das Ohr beschränkt bleibt.

Auch Knorpel und Knochen an Beinen, Pfoten, Schwanz und Wirbelsäule können betroffen sein. Die Erkrankung wird als Scottish-Fold-Osteochondrodysplasie bezeichnet.

Gerade dieser Zusammenhang ist für die Tierschutzbewertung entscheidend: Das Merkmal, nach dem gezielt gezüchtet wird, ist unmittelbar mit einer Erkrankung des Bewegungsapparats verbunden.

Auch Tiere mit nur einer Genkopie können erkranken

Besonders schwere Verläufe treten häufig bei Katzen auf, die die verantwortliche Genvariante von beiden Eltern geerbt haben.

Das bedeutet jedoch nicht, dass eine Verpaarung mit einer Katze ohne Faltohren das Problem vollständig beseitigt.

Auch heterozygote Katzen, die nur eine Kopie der Genvariante besitzen, können Veränderungen an Knochen und Gelenken entwickeln. Der Zeitpunkt und die Ausprägung unterscheiden sich dabei deutlich.

Manche Tiere zeigen vergleichsweise früh einen steifen Gang oder Schwierigkeiten beim Springen. Bei anderen fallen Veränderungen erst später auf.

Aus diesem Grund ist die Behauptung problematisch, eine Scottish Fold sei bei „richtiger Zucht“ grundsätzlich gesund, solange nicht zwei Faltohrkatzen miteinander verpaart würden.

Die extrem schwere Form kann dadurch zwar seltener werden, die ursächliche genetische Veränderung bleibt bei Katzen mit Faltohren jedoch vorhanden.


Eine Scottish Fold liegt auf einem Sofa. Gerade ruhiges Liegen allein sagt wenig über den Bewegungsapparat aus – erste Probleme können sich eher beim Springen, Laufen, Treppensteigen oder beim Berühren von Schwanz und Gelenken zeigen.

Typische Veränderungen betreffen Beine, Gelenke und Schwanz

Die Osteochondrodysplasie kann zu abnormalem Knochenwachstum und degenerativen Gelenkveränderungen führen.

Beschrieben werden unter anderem verkürzte oder verdickte Gliedmassen, Veränderungen an Pfoten und Sprunggelenken sowie ein ungewöhnlich kurzer, dicker oder wenig beweglicher Schwanz.

Mit zunehmendem Alter können arthrotische Veränderungen entstehen. Diese können schmerzhaft sein und natürliche Bewegungsabläufe einschränken.

Betroffene Katzen laufen möglicherweise steifer, springen weniger hoch oder vermeiden erhöhte Liegeplätze.

Auch ein verändertes Sitzverhalten kann auffallen. Manche Tiere wirken ungewöhnlich unbeweglich oder nehmen Positionen ein, bei denen bestimmte Gelenke weniger belastet werden.

Diese Beobachtungen sind jedoch nicht beweisend. Katzen verbergen Schmerzen häufig sehr gut, weshalb Veränderungen im Verhalten tierärztlich beurteilt werden sollten.

Schmerz zeigt sich bei Katzen oft indirekt

Eine Katze mit Gelenkschmerzen jault nicht zwingend und zeigt auch nicht immer eine deutliche Lahmheit.

Typische Hinweise können wesentlich subtiler sein.

Die Katze springt seltener auf Sofa oder Fensterbrett. Sie benutzt Treppen langsamer, spielt weniger intensiv oder bewegt sich insgesamt vorsichtiger.

Auch Unsauberkeit kann in bestimmten Fällen mit Schmerzen zusammenhängen, wenn der Einstieg in eine Katzentoilette unangenehm wird.

Der belmedia-Beitrag über Unsauberkeit bei Katzen und mögliche gesundheitliche Ursachen greift deshalb ausdrücklich auch Schmerzen und Bewegungseinschränkungen als mögliche Faktoren auf.

Weitere Hinweise können vermehrtes Schlafen, reduzierte Fellpflege, gereiztes Verhalten bei Berührung oder ein Rückzug aus sozialen Situationen sein.

Verhaltensänderungen sollten niemals automatisch als Alterserscheinung oder Charaktereigenschaft abgetan werden.

Das lange Fell kann zusätzliche Pflegeprobleme schaffen

Die Langhaarvariante bringt neben den genetisch bedingten Problemen der Faltohren einen erhöhten Pflegebedarf mit.

Längeres Fell kann schneller verknoten, besonders an Achseln, Bauch, Hinterbeinen und hinter den Ohren.

Regelmässiges Bürsten ist deshalb wichtig. Gleichzeitig darf Fellpflege nicht gegen Widerstand erzwungen werden.

Wenn eine Katze Schmerzen an Gelenken oder am Rücken hat, können bestimmte Berührungen unangenehm sein. Plötzliches Abwehrverhalten beim Bürsten sollte deshalb nicht vorschnell als Unwilligkeit interpretiert werden.

Starke Verfilzungen gehören fachgerecht entfernt. Das gilt besonders dann, wenn die Haut darunter gereizt ist oder die Katze wegen Schmerzen kaum stillhält.

Die Fellpflege sollte ruhig, kurz und frühzeitig trainiert werden, damit sie nicht erst dann beginnt, wenn bereits Knoten entstanden sind.


Eine Scottish Fold liegt auf einem Sofa. Gerade ruhiges Liegen allein sagt wenig über den Bewegungsapparat aus – erste Probleme können sich eher beim Springen, Laufen, Treppensteigen oder beim Berühren von Schwanz und Gelenken zeigen.

Faltohren erschweren zusätzlich die Körpersprache

Katzen kommunizieren intensiv über die Stellung ihrer Ohren.

Nach vorne gerichtete, seitlich gedrehte oder flach angelegte Ohren geben Hinweise auf Aufmerksamkeit, Unsicherheit oder Abwehr.

Bei einer Scottish Fold ist diese Beweglichkeit optisch eingeschränkt. Für Menschen und andere Katzen kann die Körpersprache dadurch schwerer lesbar werden.

Das bedeutet nicht automatisch, dass Scottish Folds grundsätzlich schlechter sozial kommunizieren. Die sichtbare Ohrposition bietet jedoch weniger eindeutige Informationen als bei Katzen mit normal aufgerichteten Ohrmuscheln.

Deshalb sollte bei der Einschätzung des Verhaltens stärker auf das Gesamtbild geachtet werden: Augen, Pupillen, Schwanz, Körperhaltung, Muskelspannung und Bewegung liefern zusätzliche Hinweise.

Die Erkrankung lässt sich nicht wegpflegen

Eine sorgfältige Haltung kann Schmerzen reduzieren und den Alltag erleichtern. Sie kann die genetische Ursache jedoch nicht beseitigen.

Wenn bereits Gelenkveränderungen entstanden sind, richtet sich die Behandlung nach dem individuellen Befund.

Tierärztliche Massnahmen können Schmerztherapie, Gewichtskontrolle, Anpassungen im Wohnumfeld und je nach Situation weitere Behandlungsschritte umfassen.

Eine Heilung der genetisch bedingten Osteochondrodysplasie gibt es nicht.

Bei schweren Verläufen können die Einschränkungen erheblich sein. Deshalb ist es wichtig, nicht erst auf offensichtliches Hinken zu warten, sondern auch kleine Veränderungen frühzeitig abklären zu lassen.

Regelmässige tierärztliche Kontrollen sind bei einer bekannten Scottish Fold besonders sinnvoll.

Wohnung und Alltag lassen sich gelenkschonender gestalten

Besteht bereits eine Scottish Fold im Haushalt, steht nicht die Schuldfrage im Mittelpunkt, sondern die Lebensqualität der Katze.

Hohe Sprünge können durch kleine Zwischenstufen erleichtert werden. Rampen oder Hocker helfen beim Erreichen beliebter Plätze.

Katzentoiletten sollten einen niedrigen Einstieg besitzen, wenn das Einsteigen sichtbar schwerfällt.

Futter, Wasser und Schlafplätze werden so verteilt, dass die Katze nicht ständig Treppen oder hohe Hindernisse überwinden muss.

Rutschige Böden können für Tiere mit Gelenkproblemen unangenehm sein. Teppiche oder rutschfeste Läufer schaffen an wichtigen Stellen mehr Halt.

Gleichzeitig sollte Bewegung nicht vollständig vermieden werden. Angepasste Aktivität hilft, Muskulatur zu erhalten und Gewichtszunahme zu begrenzen.

Der belmedia-Ratgeber über artgerechte Wohnungshaltung von Katzen zeigt, wie Bewegung, Rückzugsorte und Beschäftigung grundsätzlich an die Möglichkeiten einer Katze angepasst werden können.


Eine Scottish Fold ruht auf einem Bett. Weiche, gut erreichbare Liegeplätze können für Katzen mit Gelenkbeschwerden angenehmer sein als hohe Schlafplätze, die nur durch grosse Sprünge erreichbar sind.

Ein normales Körpergewicht ist besonders wichtig

Zusätzliches Körpergewicht belastet schmerzhafte oder bereits veränderte Gelenke.

Deshalb sollte eine Scottish Fold weder aus Sorge vor Bewegung stark geschont noch überfüttert werden.

Die Futtermenge richtet sich nach Alter, Aktivität, Kastrationsstatus und individuellem Energiebedarf.

Gewichtsveränderungen lassen sich am besten früh erkennen, wenn die Katze regelmässig gewogen wird.

Bei bereits eingeschränkter Bewegung kann der Energiebedarf sinken. Dann sollte die Fütterung gemeinsam mit der Tierarztpraxis angepasst werden.

Ein möglichst niedriges Gewicht um jeden Preis ist jedoch ebenfalls nicht das Ziel. Entscheidend ist eine gute Körperkondition mit erhaltener Muskulatur.

Warum das Merkmal als Qualzucht diskutiert wird

Der Begriff Qualzucht beschreibt Zuchtziele, bei denen erwünschte äussere Merkmale mit vorhersehbaren Schmerzen, Leiden, Schäden oder funktionellen Einschränkungen verbunden sind.

Bei der Scottish Fold ist die Besonderheit besonders deutlich: Dasselbe genetische Merkmal, das die gewünschten Faltohren hervorruft, verursacht die Störung der Knorpelentwicklung.

Das Problem entsteht daher nicht zufällig in einzelnen Linien. Die Faltohren selbst sind das sichtbare Ergebnis dieser genetischen Veränderung.

Veterinär- und Tierschutzorganisationen lehnen die weitere Zucht deshalb ab oder fordern deutliche Einschränkungen.

Auch wissenschaftliche Untersuchungen beschreiben Osteochondrodysplasie bei Katzen mit dem Fold-Merkmal und zeigen, dass heterozygote Tiere ebenfalls betroffen sein können.

Die Langhaarform bildet dabei keine Ausnahme.


Eine Scottish Fold sitzt neben einem Spielzeug. Spielbereitschaft und Bewegungsmuster können wichtige Hinweise liefern, wenn eine Katze plötzlich weniger springt oder bewegungsintensive Aktivitäten vermeidet.

Gerade niedliche Bilder können das Problem unsichtbar machen

Scottish Folds gehören zu den Rassen, deren Erscheinungsbild in sozialen Medien besonders erfolgreich ist.

Rundes Gesicht, grosse Augen, dichtes Fell und angelegte Ohren erzeugen einen Ausdruck, den viele Menschen als kindlich oder besonders sanft wahrnehmen.

Das beeinflusst die Nachfrage.

Fotos und kurze Videos zeigen jedoch selten, wie sich Gelenkprobleme im Alltag entwickeln. Eine ruhig sitzende Katze kann als besonders entspannt interpretiert werden, obwohl reduzierte Bewegung auch andere Ursachen haben kann.

Daraus folgt kein Recht, bei einer einzelnen Katze anhand eines Fotos Schmerzen zu diagnostizieren.

Es zeigt aber, weshalb die gesundheitliche Bedeutung der Faltohren bei der Rassewahl wichtiger sein sollte als der gewünschte Gesichtsausdruck.

Gerade beim Kauf eines Kittens sollte das Faltohr kein Auswahlkriterium sein

Wer eine Katze anschaffen möchte, kann das Problem an der Quelle vermeiden.

Eine Scottish Fold mit gefalteten Ohren sollte nicht gezielt gekauft werden, um genau dieses Merkmal zu erhalten.

Auch Aussagen wie „unsere Linie ist gesund“, „nur ein Elternteil hat Faltohren“ oder „das Tier wurde genetisch getestet“ ändern nicht automatisch die grundsätzliche Verbindung zwischen dem Fold-Merkmal und der Knorpelveränderung.

Bei einem Tier aus Tierschutz oder Übernahme sieht die Situation anders aus. Eine bereits existierende Katze braucht selbstverständlich ein gutes Zuhause und medizinische Versorgung.

Die Entscheidung gegen die Zucht ist nicht dasselbe wie eine Entscheidung gegen die einzelne Katze.

Scottish Straight ist genetisch nicht automatisch dasselbe

In Würfen können auch Tiere mit normal aufgerichteten Ohren auftreten. Sie werden häufig als Scottish Straight bezeichnet.

Entscheidend ist, ob die betreffende Katze die ursächliche Fold-Variante trägt.

Eine Katze ohne diese Variante entwickelt nicht allein wegen ihrer Abstammung die Scottish-Fold-Osteochondrodysplasie.

Darum muss zwischen äusserer Bezeichnung, Abstammung und tatsächlichem Genstatus unterschieden werden.

Bei der Langhaarform existieren entsprechend auch Tiere mit langem Fell und geraden Ohren.

Das zeigt zugleich, dass das lange Fell selbst nicht problematisch ist. Die zentrale Tierschutzfrage betrifft die Zucht auf gefaltete Ohren.


Eine langhaarige weisse Katze aus einer Scottish-Fold-Linie besitzt gerade Ohren. Die Felllänge ist nicht die Ursache der Osteochondrodysplasie – entscheidend ist die genetische Variante, die mit dem Faltohr-Merkmal verbunden ist.

Bei vorhandenen Scottish Folds früh auf Bewegungsveränderungen achten

Wer bereits mit einer Scottish Fold lebt, sollte Veränderungen systematisch beobachten.

Wichtige Fragen sind:

  • Springt die Katze noch auf ihre üblichen Plätze?
  • Bewegt sie den Schwanz normal und ohne Abwehr?
  • Wirkt der Gang steif oder verkürzt?
  • Spielt sie weniger als früher?
  • Meidet sie Treppen oder hohe Einstiege?
  • Reagiert sie bei Berührung bestimmter Gelenke gereizt?
  • Hat sich Fellpflege, Toilettenverhalten oder Aktivität verändert?

Solche Zeichen können viele Ursachen haben und sind nicht spezifisch für Osteochondrodysplasie.

Bei einer Scottish Fold besteht jedoch ein besonderer Grund, Veränderungen des Bewegungsapparats frühzeitig tierärztlich untersuchen zu lassen.

Bildgebende Verfahren können je nach Situation helfen, Knochen- und Gelenkveränderungen zu beurteilen.



Das deutschsprachige Video „Aber nicht diese Rasse – Qualzucht Scottish Fold“ vom Kanal Diese eine Katze mit Nadine erklärt die gesundheitlichen Probleme der Faltohrkatze und macht auf die Verbindung zwischen der gewünschten Ohrform und der schmerzhaften Osteochondrodysplasie aufmerksam.


Bei der Scottish Fold ist das Schönheitsmerkmal selbst das Problem

Die langhaarige Scottish Fold kann durch ihr dichtes Fell und den runden Kopf wie eine besonders plüschige Variante anderer Langhaarkatzen wirken. Gesundheitlich entscheidet jedoch nicht die Felllänge.

Das Faltohr entsteht durch eine genetische Veränderung der Knorpelentwicklung. Dieselbe Veränderung kann Knochen und Gelenke im gesamten Körper betreffen und zu Schmerzen, Arthrose und eingeschränkter Beweglichkeit führen.

Besonders schwere Verläufe sind bei Katzen mit zwei Kopien der Genvariante zu erwarten. Aber auch Tiere mit nur einer Kopie und damit typischen Faltohren können erkranken.

Für bereits lebende Scottish Folds zählen deshalb gute tierärztliche Betreuung, Gewichtskontrolle, angepasste Bewegung und eine Umgebung, die unnötige Sprünge und Belastungen reduziert.

Für die Zuchtentscheidung ist die Schlussfolgerung grundlegender: Ein Merkmal, dessen gewünschte sichtbare Form unmittelbar auf einem erblichen Knorpeldefekt beruht, sollte nicht weiter als Schönheitsideal gefördert werden.

 

Bildquellen: Titelbild: Adobe Stock/Aleksand Volchanskiy; Bild 1: Adobe Stock/Tatyana Orakova; Bild 2: Adobe Stock/anniebrusnika; Bild 3: Adobe Stock/sergeyzapotylok; Bild 4: Adobe Stock/ Prozhekter

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