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Corona-Pandemie: Zoo Zürich unterstützt Naturschutzprojekt Lewa in Kenia

24.04.2020 |  Von  |  News, Wildtiere

Wegen der Corona-Pandemie bleiben Einnahmen aus dem Tourismus aus, während die Wilderei zunimmt. Der Zoo Zürich leistet in Kenia deshalb finanzielle Soforthilfe.

Damit der Schutz der Nashörner, Elefanten und Grevyzebras weiterhin aufrechterhalten werden kann, unterstützt der Zoo Zürich zusammen mit einer Stiftung das Lewa Wildlife Conservancy, ein UNESCO-Weltnaturerbe in Kenia, mit Fr. 300’000.– Soforthilfe.

Diese Unterstützung ist jetzt, angesichts der Corona-Pandemie, besonders wichtig, gibt es doch in den Entwicklungsländern keine soziale Sicherheit, keine Krankenkassen und Hunger droht. So geschieht dies derzeit auch in Lewa. Es fehlen die wichtigen Einkünfte aus dem Tourismus, während wegen der wirtschaftlichen Krise die Wilderei auf Nashorn und Elfenbein immer stärker grassiert.

Lewa ist eines der acht Naturschutzprojekte, die der Zoo Zürich mitträgt. Der Beitrag des Zoo Zürich kommt aus dem Naturschutzfonds des Zoos, der sich aus zwei Prozent des Umsatzes in den Zoorestaurants und Zooshops und aus Spenden von Besuchern zusammensetzt. Die Besucher wollen wir mit der neuen Lewa Savanne im Zoo zusätzlich motivieren, mit uns unser grosses Ziel, die Tiere in der Wildnis zu erhalten, nicht aus den Augen verlieren.




Mitglieder des Anti Poaching Unit des Lewa Wildlife Conservancy in Kenia. (Bild: Zoo Zürich, Martin Bauert)

Mitglieder des Anti Poaching Unit des Lewa Wildlife Conservancy in Kenia. (Bild: Zoo Zürich, Martin Bauert)


Zur Anti-Wilderei-Einheit des Lewa Wildlife Conservancy gehören auch Spürhunde. (Bild: Zoo Zürich, Martin Bauert)

Zur Anti-Wilderei-Einheit des Lewa Wildlife Conservancy gehören auch Spürhunde. (Bild: Zoo Zürich, Martin Bauert)


Helikopter der Lewa-Anti-Wilderei-Einheit. Dank Unterstützung des Zoo Zürich kann er auch nachts fliegen. (Bild: Zoo Zürich, Martin Bauert)

Helikopter der Lewa-Anti-Wilderei-Einheit. Dank Unterstützung des Zoo Zürich kann er auch nachts fliegen. (Bild: Zoo Zürich, Martin Bauert)


Ausrottung und Zoonosen als Folgen der Wilderei

Eigentlich wissen wir es ja, die Naturzerstörung und Übernutzung unseres Planeten sind auch für den Menschen fatal. In Afrika, aber auch in Asien, ist Buschfleisch sehr beliebt. Alles, was man in den Wäldern und in den Savannen jagen kann, kommt auf den Markt. Eine Studie hat 2016 gezeigt, dass durch diese Praxis 301 landlebende Säugetiere von der Ausrottung bedroht sind. Darunter sind Affen, Huftiere, Fledermäuse, Beuteltiere, Nager und Raubtiere, die hauptsächlich in Entwicklungsländern vorkommen.

Die Ausrottung von Arten zerstört auch das Gleichgewicht unserer Natur, das nur durch eine hohe Biodiversität aufrechterhalten werden kann. Die Zerstörung dieses Gleichgewichts ist die Basis für die Zoonosen, mit denen wir heute leben müssen. Es kommt deshalb nicht von ungefähr, dass das SARS-CoV-2-Virus vermutlich auf einem Wildtiermarkt in Wuhan von Fledermäusen auf den Menschen übertragen wurde. Auch bei Ebola, HIV und bei anderen Corona-Viren geht man davon aus, dass diese als Zoonosen von Tieren auf den Menschen übertragen wurden.

Diesbezüglich hat die chinesische Regierung nun reagiert: Sie hat alle Wildtiermärkte geschlossen und verbietet die Verwendung von Wildtierprodukten in der traditionellen Chinesischen Medizin. Wir setzen mit unserem Naturschutzpartner Wildlife Conservation Society alles daran, dass dieser Bann permanent bleibt.

 

Quelle: Zoo Zürich
Video Naturschutzprojekt Lewa: Zoo Zürich, naturemovie.ch
Video Anit-Wilderei-Einheit Lewa: Zoo Zürich, Nicole Schnyder
Titelbild: Zoo Zürich, Martin Bauert


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