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Diese Versicherungen benötigen Sie wirklich für Ihr Haustier

06.05.2020 |  Von  |  Haustiere, Hunde

Die fachgerechte Versorgung eines Haustieres kostet den Halter vor allem Zeit und Geld. Kommen dann auch noch unvorhergesehene Schäden dazu, muss hierfür in jedem Fall der Halter aufkommen. Gleiches gilt für regelmässig anfallende Tierarztkosten. Glücklicherweise gibt es spezielle Versicherungen, die den Tierhalter vor zu hohen Kosten schützen.

Allerdings wird über den Sinn und Unsinn von Tierversicherungen immer wieder gerne diskutiert. Wir erläutern, welche Versicherungen wirklich wichtig sind und bei welchen man sich das Geld sparen kann.

Diese Haustierversicherungen gibt es

Zunächst ist es interessant zu wissen, welche Policen der Versicherungsmarkt eigentlich anbietet:

  • Tierhalterhaftpflichtversicherung
  • Tierkrankenversicherung
  • OP-Versicherung für Haustiere

Wichtig: Nicht jedes Haustier lässt sich mittels einer der genannten Versicherungen absichern. Die meisten Anbieter nehmen hauptsächlich Hunde, Katzen und Pferde in die Versicherung auf. Kleintiere wie Kaninchen, Hamster oder Eidechsen sind dagegen bereits über die eigene Privathaftpflichtversicherung abgedeckt.

Ein Halter sollte immer informiert und abgesichert sein. Das gilt nicht nur für den Alltag, sondern auch im Urlaub. Sollte beispielsweise der Hund mit auf Reisen genommen werden, sind Vorbereitungen zu treffen. Dazu gehört die Wahl des Reiseziels, Abklärung der Einreisebestimmungen und auch die Absicherung für eventuelle Unfälle. In manchen Ländern muss der Hund gechippt und geimpft sein. Ist das nicht der Fall, kann es sein, dass der Urlaub gar nicht erst beginnen darf. Darum gilt: vorab Informationen einholen!

Bei Schäden geschützt – Die Tierhalterhaftpflicht

Bei der Tierhalterhaftpflichtversicherung geht es vor allem darum, dass der Tierhalter finanziell geschützt ist, wenn sein Tier einen Schaden verursacht.

Innerhalb der Schweiz gilt zwar der Grundsatz: Ein Halter kann für Schäden, die sein Haustier an fremdem Eigentum verursacht, in erster Linie nur dann zur Verantwortung gezogen werden, wenn er seine Beaufsichtigungspflicht verletzt hat. – doch diese Aussage lässt einen grossen Spielraum, so dass in den meisten Fällen trotzdem der Halter für die Schäden geradestehen muss, wenn sein Hund sie verursacht hat.

Zum Abschluss einer Tierhalterhaftpflicht ist man in der Schweiz nicht verpflichtet, es wird jedoch empfohlen, sie abzuschliessen. Ganz gleich, ob der Hund die Hose einer Nachbarin beschmutzt, oder aber einen Verkehrsunfall verursacht, die Hundehaftpflichtversicherung steht in diesem Fall dafür ein. Sie übernimmt dabei die anfallenden Kosten und schützt den Halter vor einem finanziellen Schaden.

Einzelheiten zur Tierkrankenversicherung

Die Tierkrankenversicherung stellt im Grunde das tierische Pendant zur regulären Krankenversicherung für Menschen dar. Sie beinhaltet vor allem Leistungen rund um die Kosten, die bei einem Tierarzt, oder in der Tierklinik aufkommen. Allerdings steht die Police auch zunehmend in der Kritik und wird nicht selten sogar als überflüssig bezeichnet.

Zum Beispiel werden Hunde und Katzen nur bis zu einem bestimmten Alter in die Versicherung aufgenommen. Je älter das Tier, desto höher fällt auch der monatliche Prämie aus. Ferner ist die Beitragshöhe abhängig von Grösse und Alter des Tieres, sowie der Art der Haltung.


Bei Jungtieren ist der Versicherungsbeitrag niedriger, aber auch die Art der Haltung und Grösse des Tieres spielen eine wichtige Rolle. Bild: Nils Jacobi – shutterstock.com


Ein weiterer Kritikpunkt besteht darin, dass die meisten Versicherungen die Kosten nur bei medizinisch notwendigen Behandlungen übernehmen. Nicht dazu gehört zum Beispiel die Kastration oder Sterilisation. Ausserdem verweigern die meisten Anbieter die Übernahme der Kosten, die zur Kennzeichnung des Tieres mittels Chip oder Tätowierung anfallen.

Die meisten Versicherer begleichen im Grunde lediglich etwa 80 Prozent der Rechnungen, wobei stets eine gewisse Selbstbeteiligung nicht ausser Acht gelassen werden darf. Zum Schluss legen sich manche Tierhalter beim Abschluss auch auf einen Tierarzt fest. Wechselt man diesen irgendwann jedoch, verweigert die Versicherung unter Umständen die Kostenübernahme im Falle einer Inanspruchnahme.

Alles in allem ist es demnach fraglich, wie sinnvoll der Abschluss einer solchen Police ist.

Absicherung bei hohen Kosten – OP-Versicherung für Haustiere

Jeder Tierhalter weiss, dass es irgendwann im Leben des Haustieres zur einen oder anderen Operation kommen kann und dass diese ohne Weiteres vierstellige Beträge umfassen. Nicht immer ist dies für den Tierbesitzer finanziell möglich und so wird eine womöglich lebensnotwendige Operation abgelehnt und das Tier stattdessen eingeschläfert.



Um solchen Überlegungen aus dem Weg zu gehen und sich vor einer zu hohen finanziellen Belastung zu schützen, ist der Abschluss einer OP-Versicherung möglich. Denn dann ist eine Entscheidung gar nicht erst erforderlich.

Inbegriffen sind sämtliche medizinischen Eingriffe, die unter Narkose stattfinden. Unter Umständen greift die Police auch bei den im Zuge der Operation erforderlichen Nachbehandlungen. Dies ist jedoch von Versicherer zu Versicherer unterschiedlich.

Fazit – Vieles ist möglich, aber nicht zwingend nötig

Der Abschluss einer Tierhalterhaftpflichtversicherung, sowie einer OP-Versicherung für das Haustier ist immer empfehlenswert. Denn dank ihnen entgeht der Besitzer einer zu hohen finanziellen Belastung und muss keinerlei unangenehme Entscheidungen treffen.

Dagegen kann eine Tierkrankenversicherung nur unter bestimmten Voraussetzungen sinnvoll sein. Hier sollte man sich immer genau über die Einzelheiten informieren, ehe man sich für den Abschluss entscheidet.

 

Titelbild: Benevolente82 – shutterstock.com


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