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Kaninchen gehören nicht ins Osternest!

29.03.2021 |  Von  |  Haustiere

Wer sich ein Kaninchen oder anderes Kleintier anschaffen möchte, sollte sich vorher sorgfältig über dessen Bedürfnisse informieren.

Ostern ist für viele Menschen fest mit den Kleinentieren Hase oder Kaninchen verknüpft. Die globale Tierschutzorganisation rät jedoch dringend davon ab, an Ostern ein Kleintier zu verschenken oder anzuschaffen. Kaninchen, Meerschweinchen oder Hamster sind fühlende Wesen – und haben klare Bedürfnisse, die für eine artgemässe Haltung unbedingt erfüllt werden müssen.

Generell sollten Tiere niemals verschenkt werden. Man sollte sich sehr genau überlegen, ob man sich um ein Tier kümmern kann, bevor man eines kauft. Ausserdem gilt zu bedenken, dass Kaninchen bei guter Pflege acht bis zwölf Jahre alt werden können. Bei ernsthaftem Interesse sollte der erste Gang immer zunächst ins Tierheim führen. Wichtig: Kaninchen, Meerschweinchen, Ratten und Mäuse sind allesamt soziale Arten, die einen Sozialpartner der gleichen Art benötigen. Artübergreifende Gruppen und Einzelhaltung dieser sozialen Tiere kann nicht nur ihr psychisches Wohlbefinden, sondern auch ihre körperliche Gesundheit beeinträchtigen.

„Kaninchen, Meerschweinchen, Hamster oder andere Kleintiere bringen ebenso viel Verantwortung mit sich wie Hund oder Katze. Kleintiere sind keineswegs Anfängertiere und gehören nicht in einen Käfig ins Kinderzimmer. Leider machen sich immer noch zu wenige Halterinnen oder Halter Gedanken um die natürlichen Bedürfnisse eines Kleintiers. Ein Kaninchen sollte beispielsweise zwingend nur paarweise, mit ausreichend Platz und abwechslungsreichen Beschäftigungsmöglichkeiten gehalten werden. Und das sind nur ein paar wesentliche Dinge, die man bei den sensiblen Tieren unbedingt beachten muss“, sagt Janine Cirini, Campaignerin bei VIER PFOTEN Schweiz.

Kleintiere – Nur für engagierte Familien geeignet

Unabhängig davon, wie klein sie sind, hat jede Kleintierart Bedürfnisse, die von ihren HalterInnen erfüllt werden müssen, denn die Tiere sind ihr ganzes Leben lang von der menschlichen Fürsorge abhängig. Wenn eine Familie ein Kleintier als Heimtier aufnehmen möchte, sollte sie vor dem Erwerb alle Bedürfnisse des Tieres zu den Themen Ernährung, Unterkunft, Beschäftigung, Bereicherung sowie Sozialpartnerschaft gründlich und umfangreich recherchieren.

Kleintiere als Heimtiere für Kinder

Das Aufwachsen mit einem Heimtier hat viele Vorteile für die Entwicklung von Kindern. Sie gewinnen an Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen. Sie lernen, vertrauensvolle Beziehungen aufzubauen, entwickeln Mitgefühl und Empathie sowie Verantwortung und Respekt gegenüber anderen Lebewesen. Allerdings sind Kinder in der Regel nicht in der Lage, sich selbstständig um ein Heimtier zu kümmern und brauchen die Unterstützung ihrer Eltern.

Es ist wichtig, dass Kinder unter der Anleitung der Eltern lernen, wie sie mit den Tieren umgehen müssen, damit sie kein Leid verursachen. Die Hauptursache für den Stress bei Kleintieren ist das Hochnehmen mit Händen, die von oben her greifen (so würde ein Raubvogel die Tiere fangen). Die Tiere sollten immer die Wahl haben, sich zurückziehen zu können und der Kontakt sollte nicht erzwungen werden. Ausserdem sollte man bedenken, dass manche Kleintiere, wie zum Beispiel ein Hamster, nachtaktiv sind. Das ist nicht mit der lebhaften und lauten Umgebung eines Kinderzimmers oder eines von der Familie bewohnten Wohnzimmers vereinbar.

Um herauszufinden, ob ein Kleintier wirklich in die Familie passt, hat VIER PFOTEN eine  30-Tage-Challenge als Entscheidungshilfe entwickelt.

Weitere Informationen zu Kleintieren finden Sie hier.

 

Quelle: VIER PFOTEN
Bildquelle: VIER PFOTEN


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