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Kanton Aargau: Tierschutz – vermehrte Kontrollen zeigen Wirkung

13.04.2021 |  Von  |  Haustiere, News, Nutztiere

Der Veterinärdienst im Amt für Verbraucherschutz (AVS) passte im Jahr 2020 sein Kontrollkonzept an und verstärkte das Monitoring betreffend Tierhaltung. Dank der erweiterten Kontrolltätigkeit konnte der Veterinärdienst im vergangenen Jahr mehr Tierschutzverstösse aufdecken.

Der Veterinärdienst setzt die verstärkten Kontrollen im Tierschutzbereich und die konsequente Umsetzung der nötigen Massnahmen fort.

Im vergangenen Jahr gingen beim Veterinärdienst 118 Meldungen zu Nutztierhaltungen und 450 zu Heimtierhaltungen ein. Die Meldungen stammten aus der Bevölkerung, von Gemeinden, von der Polizei oder von Schlachthöfen. In 20 Nutztier- und 113 Heimtierhaltungen stellte der Veterinärdienst Tierschutzverstösse fest und reichte Strafanzeige bei der zuständigen Staatsanwaltschaft ein. Für 4 Nutztier- und 14 Heimtierhalter erliess der Veterinärdienst ein Tierhalteverbot.

Die Einhaltung des Verbots wurde im Nutzierbereich in allen Fällen und im Heimtierbereich stichprobenweise nachkontrolliert. Dies war nötig, weil Tiere entweder vernachlässigt oder kranke und verletzte Tiere nicht angemessen behandelt wurden oder weil Tierhalter nicht willens oder fähig waren, Tiere tierschutzkonform zu halten.

Anpassungen nach Tierschutzfall Oftringen

Das angepasste Kontrollkonzept geht auf einen besonders gravierenden Fall von Vernachlässigung der Tiere in einer Hobbytierhaltung in Oftringen von Anfang 2020 zurück. Die darauffolgende interne Aufarbeitung des Falls zeigte Handlungsbedarf bei den Kontrollen durch den Veterinärdienst auf. Um vergleichbare Fälle in Zukunft zu verhindern, überarbeitete der Veterinärdienst das Kontrollkonzept und führte ein verstärktes Monitoring der auffälligen Tierhaltungen ein. Grobe und wiederholte Verstösse gegen das Tierschutzgesetz kontrolliert der Veterinärdienst intensiver und engmaschiger. Auch ergreift er schneller weiterführende verwaltungs- und strafrechtliche Massnahmen.

Seit dem Fall in Oftringen meldete die Bevölkerung dem Veterinärdienst vermehrt mögliche Verstösse gegen das Tierschutzgesetz sowohl im Nutztierbereich als auch bei den Heimtieren. Diese Meldungen sind für den Veterinärdienst wertvoll. So werden auch in kleinen Betrieben (Hobbyhaltungen) und Heimtierhaltungen, in welchen keine regelmässigen Kontrollen vorgeschrieben sind, allfällige Mängel und Tierschutzvergehen rascher aufgedeckt.

Aktuelle Kontrolltätigkeit

Die verstärkten Kontrollen im Tierschutzbereich und die konsequentere Umsetzung der nötigen Massnahmen gemäss angepasstem Kontrollkonzept werden auch 2021 fortgeführt.

 

Quelle: Kanton Aargau
Titelbild: Symbolbild © Susan Schmitz – shutterstock.com


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