Kanton Appenzell Innerrhoden: Hilfe für den Mauersegler

Mauersegler sind geschickte Insektenjäger und deshalb wichtig für das ökologische Gleichgewicht. Ihr Bestand nimmt im Kanton Appenzell I.Rh. jedoch immer weiter ab.

Die ARNAL AG wurde nun beauftragt, die Entwicklung der Vorkommen des Mauerseglers im Kanton zu überprüfen. Mauersegler brüten gerne über Jahre hinweg am selben Ort. Daher bittet die Fachstelle für Natur- und Landschaftsschutz die Bevölkerung, Mauerseglernester zu melden und bei Neu- und Umbauten Rücksicht zu nehmen.

Laute „srih“-Rufe schallen durch die Luft, ein Trupp dunkler Vögel jagt an den Häuserdächern vorbei. Die Mauersegler kehren Anfang Mai aus ihrem Winterquartier im südlichen Afrika zurück und kündigen mit ihren schrillen Rufen den Sommer an. An Sommerabenden sieht man sie oft in kleinen Gruppen über die Häuser fliegen, häufig zusammen mit Schwalben.

Als geschickte Insektenjäger haben Mauersegler eine wichtige Funktion im Hinblick auf das ökologische Gleichgewicht. Ihr Bestand nimmt in Appenzell I.Rh. jedoch immer weiter ab. In den letzten Jahren hat die ARNAL AG im Auftrag der Fachstelle Natur- und Landschaftsschutz Daten über bestehende Vorkommen gesammelt. Nun wurde die ARNAL AG beauftragt, die Entwicklung der Vorkommen des Mauerseglers im Kanton zu überprüfen. Entsprechend bittet die Fachstelle für Natur- und Landschaftsschutz die Einwohnerinnen und Einwohner Informationen über Mauerseglernester an Häusern und auf Grundstücken direkt der ARNAL AG zu melden.

Nistgelegenheiten bieten und schützen

Mauersegler verbringen fast ihr ganzes Leben in der Luft. Nur die Zeit im Nest, ob als Jung- oder Brutvogel, stellt eine Ausnahme dar. Ihr Nest bauen Mauersegler aus Materialien, die in der Luft umhergewirbelt werden, zum Beispiel Federn oder Grashalme. Das Nest wird meist über viele Jahre hinweg belegt. Es wurde bereits ein Vogel beobachtet, der 18 Jahre lang das genau gleiche Nest benutzte. Mauersegler brüten in der Schweiz vor allem in den Gebäuden der Dörfer. Hier nutzen sie dunkle Hohlräume, wie Mauernischen oder Löcher in Dächern, aber auch Dachtraufen. Kleine Spalten reichen ihnen bereits, um in den Dachbereich zu gelangen. Da sie gern in Gesellschaft von Artgenossen brüten, sind im Idealfall mehrere Brutmöglichkeiten vorhanden.


Besetzte Mauerseglernistkästen in Appenzell (Foto: ARNAL AG)

Auch Privatpersonen haben die Möglichkeit den Mauersegler zu unterstützen. Im Gegensatz zu anderen „Hausbewohnern“ wie dem Marder oder Spatzen führen die Mauersegler weder zu Lärmbelästigungen noch zu Schäden am Bau. Die Fachstelle für Natur- und Landschaftsschutz bittet die Bevölkerung darum, auf die Mauersegler und deren Brutstätten Rücksicht zu nehmen. Neubau oder Renovationen und Umbauten an Gebäuden bieten die Möglichkeit, Nistgelegenheiten zu schaffen. Mauersegler sind hier nicht wählerisch und nehmen auch künstliche Nistkästen an. Da sie sich vom Nest aus in die Luft fallen lassen, sollte darauf geachtet werden, dass der Brutplatz hoch gelegen ist und weder Gebäude noch Bäume den An- und Abflug behindern. Sind Arbeiten an Gebäuden geplant, in denen bereits Mauersegler brüten, sollten diese ausserhalb der Brutzeit, welche Anfang Mai beginnt und Anfang August endet, vorgenommen werden. Bei permanenten Änderungen von Gebäuden bei welchen Mauerseglerbruten betroffen sind, sollten die Änderungen so vorgenommen werden, dass die Brutplätze bestehen bleiben. Falls diese Möglichkeit nicht besteht, sollten Ersatznistmöglichkeiten bereitgestellt werden.

Für Fragen und Beratung steht die ARNAL AG, Büro für Natur und Landschaft AG, unter der Nummer 071 366 00 50 im Auftrag der Fachstelle für Natur- und Landschaftsschutz des Kantons Appenzell I.Rh. kostenlos zur Verfügung

Titelbild: Mauerseglernest mit jungen Küken im Kanton Appenzell A.Rh.

 

Quelle: Kanton Appenzell Innerrhoden
Titelbild: ARNAL (Foto)

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