Kanton Graubünden: Gämsblindheit breitet sich im Safiental aggressiv aus

Im Safiental breitet sich zurzeit die Gämsblindheit auf aggressive Weise aus. Momentan ist es schwierig abzuschätzen, wie viele Tiere betroffen sind.

Das Gebiet ist unzugänglich und die Gämsen halten sich zudem gerne in den obersten Waldpartien auf, wodurch das Monitoring erschwert wird. Zahlreiche erblindete Tiere, bei denen keine Hoffnung mehr auf eine Heilung bestand, mussten von der Wildhut erlöst werden.

Raubtiere wie der Wolf, der Steinadler, der Bartgeier und der Luchs helfen ebenfalls mit, die kranken und schwachen Tiere zu erlösen. Damit die Natur und die Artenvielfalt von der Situation profitieren kann, sollten die Störungen so gering wie möglich sein.

Diejenigen Gämsen, welche die Krankheit überstehen und ihre Sehfähigkeit zurückerlangen könnten, brauchen jetzt absolute Ruhe. Doch weil ihr Lebensraum gerade in dieser Zeit durch den Wintertourismus eingeschränkt wird, müssen zusätzliche Massnahmen ergriffen werden. Die betroffene Gemeinde hat zusammen mit den Jägern und dem Amt für Jagd und Fischerei GR eine temporäre Wildruhezone erlassen.

Das Betreten dieser ist verboten. So hofft man, die benötigte Ruhe für die Tiere zu gewährleisten. Einen ausführlichen Bericht zum Thema wird in einer der nächsten Ausgaben des Bündner Jäger erscheinen.







 

Quelle: Kanton Graubünden
Bildquelle: Kanton Graubünden

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