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Schaffiguren sensibilisieren für das Leid von Merinolämmern

29.09.2021 |  Von  |  News

In Zürich stehen seit Montag, 27. September zehn von Schweizer Künstlerinnen und Künstlern bemalte Schaffiguren an unterschiedlichen Standorten. Nun wird der Grund dafür bekannt gegeben. Die globale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN möchte mit dieser Aktion kreativ auf das Problem der grausamen Mulesing-Methode bei Merinolämmern aufmerksam machen.

Bei dieser schmerzvollen Praxis werden Lämmern in Australien grosse Hautfalten am Hinterteil abgeschnitten. Eine Umfrage dieses Jahres (Quelle: Integral) ergab, dass erst 17 % der Schweizerinnnen und Schweizer die Bedeutung von Mulesing kennen.

Künstler engagieren sich für das Tierwohl

Die bunten Schafe wurden von verschiedenen Schweizer Künstlerinnen und Künstler effektvoll bemalt. Eine davon ist Gaby Neth. Das von ihr gestaltete Schaf ist mit vielen Schmetterlingen verziert. Von VIER PFOTEN auf die zart anmutenden Farben und die aufgemalten filigranen Insekten angesprochen, erklärt Gaby Neth: „Mir war es wichtig, ein pastellfarbiges Schaf zu machen, weil es für mich Unschuld und Reinheit symbolisiert. Die Sommervögel, welche sich hoffentlich in der Wiese des Schafes befinden, symbolisieren die Leichtigkeit des Lebens. Ich finde, die Natur, also der Ursprung von allem, ist unschuldig. Aber durch die Zivilisation hat sich der Mensch der Natur in so anmassender und überbordender Weise bedient, dass das Leiden dieser Wesen, die sich nicht wehren können, oft kaum mehr zu ertragen ist.“

Neben den Kunstschaffenden haben sich auch die Jüngsten für den Tierschutz kreativ verwirklicht und so wurde ein Schaf vom Kindergarten Widum verziert. Insgesamt wurden so zehn Schaffiguren liebevoll individuell gestaltet.

VIER PFOTEN bedankt sich herzlich bei allen Künstlerinnen und Künstlern, die sich bei der Bemalung der Schafe beteiligt haben: Joanne Finnegan, Gaby Neth, Ute Lustenberger und Mirka von Moos, Thomas Grubinger, Mirjam Frösch, James Fernandes, Raphael Fahrni, Markus Ryf, Sophie Wiget und Jelena Stocker sowie dem Kindergarten Widum.


Zwei der bemalten Schafe stehen in Zürich vor dem Tibits (Bild: © VIER PFOTEN)


Jetzt mitmachen: #stoppmulesing

Jeder und jede kann sich mit dieser Aktion gegen das Tierleid von Merinolämmern einsetzen und sogar noch etwas dabei gewinnen: Einfach ein Foto von einem der gestalteten Schafe auf den Social Media Kanälen teilen, VIER PFOTEN taggen und mit dem Hashtag #stoppmuelsing versehen. Die Gewinner werden unter allen geteilten Schaf-Bildern ausgelost. Als Preis winkt ein Gutschein für ein Abendessen in einem feinen vegetarischen Restaurant.

Profi-Tipp: Wer alle Schafe an einem Standort anschauen möchte und sich vielleicht auch noch mit VIER PFOTEN Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zum Thema austauschen möchte, kann sich gerne am Samstag, 2. Oktober an die Bahnhofstrasse bei der Pestalozzianlage in Zürich begeben. Dort werden die Schafe von 10 -15 Uhr als „Herde“ komplett ausgestellt und auch die jeweiligen Künstlerinnen und Künstler werden zeitweilig anzutreffen sein.


Die Künstlerin Gaby Neth beim kreativen Prozess (Bild: © Gaby Neth)


Mulesing ist eine grausame Praxis, bei der Lämmern ohne Betäubung grosse Hautfalten am Hinterteil abgeschnitten werden (Bild: © FOUR PAWS)


Mulesing – eine tierquälerische Prozedur und völlig unnötig

Merino-Wolle wird für verschiedenste Kleidungsstücke verwendet, ist saisonunabhängig und sehr beliebt. Über 75 Prozent der Wollexporte und sogar 90 Prozent der feinen Merino-Wolle, die für die globale Mode-Industrie verwendet werden, stammen aus Australien – weltweit das einzige Land, wo die Methode des Mulesing noch betrieben wird. Mulesing ist eine grausame Praxis, bei der Lämmern ohne Betäubung grosse Hautfalten am Hinterteil abgeschnitten werden, um sie vor einem möglichen Fliegenmadenbefall zu schützen. Diese qualvolle Praxis betrifft jährlich Millionen von Lämmern. Dabei gibt es dazu längst Alternativen, wie der Wechsel auf Schafzüchtungen, die weniger anfällig für Parasiten sind. 3‘000 australische Landwirte sind bereits umgestiegen und können so Merinowolle ohne Mulesing produzieren.

„Wir setzen uns für eine verantwortungsvolle Beschaffung von Wolle ein. Im Rahmen unserer Kampagne konnten wir bereits viele Marken dazu bewegen, in Zukunft nur noch zertifiziert mulesing-freie Wolle für die eigene Mode zu verwenden. Denn nur strenge Zertifizierungsstandards können eine lückenlose Rückverfolgbarkeit garantieren und sicherstellen, dass die mulesing-freie Wolle auch tatsächlich mulesing-frei ist.“ so Yasmine Wenk, Campaignerin bei VIER PFOTEN.

Mehr Informationen: www.wollemitpo.vier-pfoten.ch

 

Quelle: VIER PFOTEN Schweiz
Titelbild: © VIER PFOTEN


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