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So transportieren Sie Ihren Hund sicher im Auto

11.11.2019 |  Von  |  Haustiere, Hunde
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So transportieren Sie Ihren Hund sicher im Auto
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Haustiere sind in der Schweiz sehr beliebt. In jedem zweiten Haushalt sind Tiere anzutreffen. Zwar gilt die Katze als beliebtestes Heimtier, aber schon den zweiten Platz belegt der Hund. Immerhin leben eine halbe Million Hunde in der Schweiz und ein Grossteil von ihnen wird regelmässig im Auto transportiert.

Ob nur kurze Strecken zum Tierarzt, ein Ausflug ins Grüne ansteht oder ob es sich um eine lange Fahrt in die Ferien handelt, ist der Hund mit an Board, gibt es einige wichtige Punkte zu beachten. Schliesslich sollen Bello und Co das Reiseziel sicher und entspannt erreichen.

Den Hund im Auto transportieren

Das Auto ist ein gewohntes Transportmittel und für die meisten Hunde eine entspannte Transportmöglichkeit. Die Fahrzeit sowie die Pausen können individuell geplant werden und den Bedürfnissen des Hundes angepasst werden. Für die Sicherung des Vierbeiners sind Transportboxen, Trenngitter oder Sicherheitsgurte erforderlich.

Hundebox

Eine stabile Hundebox ist nachweislich die sicherste Transportmöglichkeit bei Autofahrten. Im Idealfall wird die Box auf Hund und Fahrzeug massgeschneidert. In die Transportbox kommt eine weiche Decke, die für komfortable und behagliche Autofahrten sorgt.


Hund sitzt in einer Autobox im Kofferraum eines Autos

Eine Hundebox gehört zu den sichersten Transportmöglichkieten für einen Hund. (Bild: ANURAK PONGPATIMET – shutterstock.com)


Gewöhnen Sie den Vierbeiner langsam an die Box

Stellen Sie zu Hause die Transportbox an den Lieblingsplatz des Hundes und lassen Sie die Tür offen. Legen Sie in die Box das Lieblingsspielzeug Ihres Vierbeiners oder ein Leckerli. Ihr Hund wird die Transportbox in ein bis zwei Wochen als neue Heimat akzeptieren.

Nach dieser Zeit stellen Sie die Box in das Auto. Beruhigen Sie Ihren Hund mit sanfter Stimme und starten Sie den Motor. Diese Übung wird an drei bis vier Tagen hintereinander wiederholt. Die erste Fahrt mit dem Vierbeiner in der Transportbox sollte nicht länger als zehn Minuten dauern. Nimmt Ihr Hund die erste Ausfahrt gelassen hin, wird es in kürzester Zeit keine Probleme bei Autofahrten geben.

Sicherheitsgurt für Hunde

Sicherheitsgurte im Auto bieten nicht nur uns Menschen, sondern auch unseren Hunden bestmögliche Sicherheit. Spezielle Brustgurtkonstruktionen garantieren eine optimale Kraftverteilung bei einem Aufprall. An die Sicherheitsgurte, die am Rücksitz und am Brustgeschirr des Tieres befestigt sind, muss der Hund schrittweise gewöhnt werden. Das funktioniert gut mithilfe von Leckerlis und positiver Bekräftigung bei erwünschtem Verhalten des Hundes.

Die sechs goldenen Regeln für Autofahrten mit dem Hund

  1. Keine zu langen Strecken auf einmal fahren
  2. Nachts oder frühmorgens reisen
  3. Nicht bei hohen Aussentemperaturen fahren
  4. Mindestens alle zwei Stunden eine Pause machen
  5. Ausreichend frisches Trinkwasser mitnehmen
  6. Bei großer Kälte oder in der Sonne niemals den Hund alleine im Auto lassen


Zugluft vermeiden

Es sieht lustig aus, wenn der Hund den Kopf aus dem Autofenster hält und seine Ohren und das Fell im Fahrtwind flattern. Für die empfindlichen Hundeaugen endet der Spass jedoch schnell in einer unangenehmen Bindehautentzündung.

Sicherheit vor und nach der Autofahrt

Nicht nur während der Autofahrt, auch vor und nach der Fahrt müssen Sie Ihren Hund sichern. Leinen Sie Ihr Tier vor dem Ein- und Aussteigen an. Bereits kleine Irritationen können dazu führen, dass der Hund erschrickt und wegläuft.

Übelkeit beim Autofahren

Viele Hunden lieben das Autofahren, leiden jedoch unter Reiseübelkeit. Der Grund dafür liegt im Gleichgewichtszentrum im Innenohr. Im Gleichgewichtszentrum werden Drehbewegungen und Beschleunigungen registriert. Fehlt die Möglichkeit, die Bewegungen mit den Augen auszugleichen, verarbeitet das Gehirn die Reize im Innenohr nicht richtig. Es kommt zu Übelkeit und Erbrechen.

Auch Stress und ein voller Magen können Erbrechen auslösen. Abhilfe schaffen Tabletten und dem Hund vor der Autofahrt nicht zu füttern. Beim Hund kann die Reiseübelkeit so weit gehen, dass sie nicht mehr in das Auto einsteigen, manchmal nicht einmal mehr in die Nähe des Fahrzeuges, möchten.

Hat der Hund Angst vor dem Autofahren oder leidet er unter Reiseübelkeit, kommt es schnell zu einem Problem, dass viele Hundebesitzer kennen: Der Hund erbricht oder uriniert im Auto. In solchen Fällen sind zwei Massnahmen wichtig. Gegen die Angst hilft eine Verhaltenstherapie und gegen die Verschmutzungen im Fahrzeug eine professionelle Reinigung der Autositze.

Mit dem Auto in die Ferien fahren

Wenn Sie eine Ferienfahrt mit dem Hund planen, müssen Sie sich neben der sicheren Transportmöglichkeit für Ihren Liebling, auch Gedanken über die Einreiseformalitäten des Ferienlandes machen. Für einige Länder gelten Sonderbestimmungen, wie zum Beispiel das Tragen eines Maulkorbes oder es herrscht strenger Leinenzwang.

Für Reisen in alle EU-Länder und auch ausserhalb der EU brauchen Sie einen Heimtierausweis. In Malta und Irland muss Ihr Hund eine Bandwurmbehandlung haben und in Bosnien-Herzegowina sowie in Mazedonien müssen Sie ein amtstierärztliches Gesundheitsattest, das nicht älter als zehn Tage sein darf, vorweisen. Strenge Vorschriften für einige Hunderassen, beispielsweise Dobermann und American Staffordshire Terrier gelten in Frankreich, Deutschland, Kroatien und Dänemark.

 

Titelbild: voila2000 – shutterstock.com


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