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VIER PFOTEN setzt sich gegen Tötung von Streunerhunden in der Ukraine ein

10.12.2019 |  Von  |  Haustiere, Hunde, News
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VIER PFOTEN setzt sich gegen Tötung von Streunerhunden in der Ukraine ein
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Die globale Tierschutzorganisation VIER PFOTEN blickt auf ein weiteres erfolgreiches Jahr ihres Streunerprojekts in der Ukraine zurück: 2019 behandelte das Team vor Ort 2‘275 heimatlose Hunde und Katzen in mehreren Städten.

VIER PFOTEN startete das Projekt 2012 als Reaktion auf die brutale Tötung von Streunerhunden in Vorbereitung auf die UEFA-Fussballmeisterschaft in Kiew. Seither wurden 25‘000 Tiere in 49 Städten gefangen, geimpft, kastriert und behandelt.

Die Ukraine weist nach Angaben der WHO das höchste Aufkommen von Tollwutfällen in Europa auf. Das Ziel des VIER PFOTEN Projekts ist die Streunerpopulation im Land zu verringern und Tollwutausbrüche langfristig zu verhindern – ohne dabei Tiere zu töten. Dank Sensibilisierungsmassnahmen wird ausserdem die Wahrnehmung der Streuner in der Bevölkerung verbessert.

Das Projekt von VIER PFOTEN umfasst unter anderem eine dreijährige Kooperation zur Kastration von Streunern in einer permanenten Klinik in der Stadt Zhytomyr sowie eine mobile Tierklinik. Das mobile Veterinärteam unterstützte Gemeinden bei der Kontrolle ihrer Streunerpopulationen. Aufgrund der ungünstigen politischen Lage in der Ukraine können viele Behörden kein Massensterilisationsprogramm allein durchführen.

Um das brutale Töten von Streunern zu verhindern, verwendet VIER PFOTEN die Catch-Neuter-Vaccinate-Release-Technik, die die Anzahl der Streuner auf humane und nachhaltige Weise reduziert. „Unser Team vor Ort schult Hundefänger und Tierärzte, wie sie internationales Fachwissen für ihre lokalen Herausforderungen anwenden. Anhand der jährlichen Zählungen sehen wir, dass die Städte, die die Arbeit von VIER PFOTEN fortsetzen, deutlich weniger Streuner aufweisen“, sagt Alesya Lischyshyna, die das Streunerprojekt von VIER PFOTEN in der Ukraine leitet.



Tollwutprävention kommt Mensch und Tier zugute

Ohne Kontrollmassnahmen und Impfungen wächst die Zahl der Streuner rasch, und das Risiko von Tollwutausbrüchen kann zunehmen. VIER PFOTEN impft alle streunenden Hunde, an denen sie operieren, um die Ausbreitung des Virus bei Hunden zu verhindern. Die Krankheit verläuft nach Auftreten der Symptome tödlich, daher haben viele Menschen Angst vor den Tieren und begegnen ihnen oft mit Gewalt. „Wenn die Leute die blaue Ohrmarke sehen, wissen sie, dass das Tier gegen Tollwut geimpft und kastriert ist. Durch die Sensibilisierung der Bevölkerung wollen wir Missverständnisse und Ängste gegenüber den Tieren abbauen, um gewalttätige Mensch-Tier-Konflikte zu vermeiden. Das Töten der Tiere ist keine nachhaltige Lösung. Deshalb ist es ein wichtiger Aspekt unseres Projekts, die Menschen über die Situation der Tiere und unsere Arbeit vor Ort aufzuklären“, sagt Lischyshyna.



Rechtlicher Rahmen gesichert

Zählungen zufolge leben mindestens 50‘000 Hunde ohne Zuhause in der Ukraine. Für Katzen gibt es keine Schätzungen – wahrscheinlich sind es mehrere Millionen. Im Jahr 2017 setzte die Ukraine einen wichtigen Meilenstein, indem sie ein Gesetz zum Schutz von Streunern einführte. Zudem hat das Ministerium für Ökologie und natürliche Ressourcen eine Absichtserklärung zum Schutz von Streunern unterzeichnet. Mit dieser Rechtsgrundlage kann VIER PFOTEN auch weiterhin die Lebensumstände für Streuner verbessern, ihre Population auf humane Weise reduzieren und Tollwutausbrüche langfristig verhindern.

 

Quelle: VIER PFOTEN Schweiz
Artikelbilder: © VIER PFOTEN


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